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Lebensweisheiten

"Hätt' ich doch"

"Hätt' ich doch" hört man sich sagen
im Jahr gar oft, an vielen Tagen.
Und eh' man hat's erkannt,
ist die zeit schon fortgerannt!
Das "Hätt ich doch" hinkt immer hinterher,
man denkt, daß man dann schlauer wär!
Hätt' ich dies getan, oder das gelassen -
man kann es manchmal gar nicht fassen,
daß das Schicksal nicht so wollte,
wie es eigentlich doch sollte!
Man plant und man entscheidet,
und merkt erst später, wie man schneidet,
sich immer wieder in den eignen Finger -
ganz selten ist man der Gewinner.
Doch, so wie das Leben weiter geht,
indem die Erde sich um sich selber dreht,
ist schon wieder etwas andersrum gelaufen,
man könnt' sich grad' die Haare raufen.
Der nächste Irrtum läßt nicht auf sich warten,
das Schicksal mischte vorher schon die Karten.
Man ist jetzt wieder klüger, als vorher,
"Ach, hätt ich doch" das nützt dann auch nichts mehr.
Doch in des Lebens Überschwange,
dauert die Zerknirschung nicht sehr lange.
Wer denkt schon morgen noch
an gestern und das "Hätt' ich doch...!"

WernerJacob

 

Der Blumentopf und das Bier

 

Ein gebührenfreies Rezept

Man nehme zwölf Monate, putze sie ganz sauer von Bitterkeit,

Pedanterie und Angst,

zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,

so daß der Vorrat für das ganze Jahr reicht.

Es wird jeder Tag angerichtet aus einem Teil Arbeit

und zwei Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge drei gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu,

einen Löffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.

Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe umgerührt.

Das fertige Gericht schmücke man mit Straußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit.

 

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