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Seidenarten

Die wichtigsten Seidenarten

Handrollierte Marken- Seidentücher lassen sich sowohl traditionell mit Dampf als auch mit dem Bügeleisen fixieren. Zur Reinigung Ihrer Tücher ist in jedem Fall die Handwäsche bei etwa 30°C zu empfehlen.

Bourette-Seide: Diese Seidenart ist eine mittelfeine bis grobe Naturseide. Meist weist diese eine unregelmäßige, leicht noppige Optik auf. Durch die Kürze der Fasern enthält Bouretteseide immer Reste des Kokon und des Seidenleims. Bouretteseide wird in einem sogenannten Grobspinnverfahren aus den beim Kämmprozess angefallenen Kurzfasern hergestellt.

Crepe Satin: Dieser Seidenstoff hat zwei Gesichter - ein hochglänzendes (Satin) und ein mattes (Crepe). Auf der Satinseite laufen die Farben ineinander und auf der Crepeseite grenzen sie sich klar ab.

Crepe de Chine: Crepe de Chine ist ein Klassiker unter den Seidenstoffen. Modeschöpfer arbeiten oft und gerne mit dieser Seidenstoffart, weil sie weich und glänzend fällt. Den Kreppcharakter erhält das Gewebe durch die unterschiedlich gedrehten Kett- und Schußfäden. Je schwerer der Crepe, desto körniger fühlt sich die Oberfläche an.

Crepe-Georgette: Crepe-Georgette-Seide ist ein schmeichelndes zartes, durchscheinendes Gewebe. Der elegante Stoff ist ein dünnes Kreppgewebe mit Taftbindung und hat eine rauhe Oberfläche. Crepe-Georgette-Seide verspricht durch ihre Zartheit ein besonderes Malerlebnis und verblüfft immer wieder durch hervorragende Resultate.

Gauze-Chiffon-Seide: Gauze-Chiffon-Seide zeichnet sich durch eine besonders leichte, luftige und transparente Qualität aus. Dieser junge, modische Hauch von Seide gewinnt ständig an Beliebtheit. Das fließende Gewebe brilliert schon mit einer einfachen Ton-in-Ton-Färbung - bemalt ist es eine kleine Sensation.

Dupionseide: Hier in Kürze mehr Informationen zur Dupionseide.

Flockseide: Hier handelt es sich um die kurzen Seidenfäden, die die äußere Schicht des Kokons bilden. Um an den langen Seidenfaden heranzukommen, müssen zuerst die kurzen Fäden abgelöst werden. Die Fasern der Flockseide sind sehr dünn. Sie werden in Bündeln von 5 bis 10 Fäden abgehaspelt. Man nennt diese Rohseidenstränge Crepe. Aus ihnen werden sehr, sehr feine Seidenstoffe hergestellt.

Haspelseide: Diese Seide wird auch Reale Seide genannt. Es handelt sich dabei um die vom Kokon abgehaspelten endlosen und besonders hochwertigen Naturseiden-Fäden. Dieser meist über 1000 Meter lange Faden wird vor der Verarbeitung nur abgewickelt (gehaspelt). Die Gleichmäßigkeit des Produkts hängt vom manuellem Geschick der Seidenarbeiterinnen ab. Meist werden ca. dreißig Kokons mit ähnlichem Charakter zusammengefügt. Richtig verarbeitete Haspelseide ist die feinste und glänzendste Art. Der Gegensatz hierzu sind die versponnenen Naturseidenprodukte wie Bourette- Seide oder Schappe-Seide.

Maulbeerseide: Der Maulbeerspinner spinnt einen besonders feinen, weißen, gleichmäßigen Faden. Daher kann Maulbeerseide in den brillantesten Farben und den meisten Webvariationen verarbeitet werden. Sie gilt daher als die beste Seide. Der Maulbeer-Seidenspinner (Bombyx mori) spinnt sich zur Verpuppung einen Kokon aus einem bis etwa 4000 m langen Seidenfaden. Das ca. 1000 Meter lange Mittelstück des Kokons ergibt den wertvollsten Rohstoff, der endlos verwertbar ist. Dieser Doppelfaden besteht aus Fibroin und trägt eine leimartige Hülle (Seidenleim, Seidenbast). Der so gewonnene Seidenfaden wird abgehaspelt und durch Seife vom Leim (Sericin) befreit (entbastet). Aus zahlreichen leicht verzwirnten und miteinander verdrehten Kokon-Doppelfäden (zwischen 5 und 30) entsteht der edelste native, endlose Faden, als Crèpe oder Haspelseide bezeichnet.

Noileseide: Hier in Kürze mehr Informationen zur Noileseide.

Pongeé / Habotai-Seide: Pongeé ist eine sehr beliebte Seidenqualität, die sich durch feine, glatte Webstruktur auszeichnet. Pongeé eignet sich sehr gut für die Seidenmalerei, da sein Gewebe fließendweich ist. Da Pongeé qualitativ hochwertig und dennoch preiswert ist, eignet sich Pongeé besonders gut für Anfänger.

Rohseide: Darunter versteht man die noch nicht entbastete und durch die anhaftende Serizinhülle harte, glanzlose und spröde Naturseide.

Schappe-Seide: Gern auch als Florettseide bezeichnet. Sie unterscheidet sich zur Haspelseide durch eine mattere und weichere Erscheinung.Sie wird aus den mittleren Faserlängen bis 15 cm gewonnen,Anfängen und Enden, der nicht mehr abhaspelbaren Kokons gewonnen. Schappe-Seide besteht deshalb aus Seidenabfällen und wird als Wildseide gewonnene Seide mit hohem Anteil an Seidenleim in einer dem sogenannten Kammgarn-Spinnverfahren ähnlichen Fabrikation weiterverarbeitet. Einsatz finden Schappeseidengarne als Maschinennähseiden und kräftige Seidengewebe.

Tussahseide (Wildseide):2. Tussahseide (Wildseide): Der Tussahspinner (auch Wildseiden- oder Eichenlaubspinner) liefert einen gröberen, unregelmäßigen Faden mit unregelmäßiger Struktur, der einen gelblich-gold-braunen Farbton aufweist. Die Tussahspinner leben wild in vielen Teilen des Fernosten. Hier handelt es sich um die hochwertigste Naturseide vom dafür gezüchteten Maulbeerspinner. Die Maulbeerseide ist die einzige Haspelseide, die sich zur noppenfreien, praktisch endlosen Japanseide verarbeiten läßt. Zur Gewinnung von 1 kg Rohseide benötigt man etwa 11 kg Kokons! Nach dem Sortieren und Einweichen kann vom Kokon nach Entfernung der äußeren Fäden etwa 1Kilometer der wertvollsten Seide (= Reale Seide) abgehaspelt werden. Die Länge des gesamten, aber nicht abhaspelbaren Seidenfadens je Kokon beträgt ca. 2km und mehr.

Wildseide: Zur Wildseide zählt auch die Tussah-Seide vom Eichenspinner oder Naturseide von einem Nachtschmetterling, dessen Raupen nicht gezüchtet werden. Ein Kokon ist hühnereigroß bis zu fünf Zentimeter groß; meist nicht abhaspelbar. Es ist das Ausgangsmaterial für die Florettspinnerei. Die Seide ist glänzt weniger, ist dafür aber fest und dicker als die Japanseide, jedoch recht unregelmäßig, rauher und härter im Griff. Gegen Laugen und Säuren ist sie unempfindlicher und kaum zu entbasten oder reinweiß einzufärben, deshalb wird sie vielfach im Naturton zur Rohseide verarbeitet. Stoffe daraus haben einen Leinengeweben ähnlichen Flammencharakter und durch die abstehende Faserenden auch einen rauhen Griff. Sie sind gut zu waschen und deutlich günstiger als Maulbeerseide.

 

 

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